Mittwoch, 5. Juni 2013

Sein, was ich sein kann
Ich wünschte dieser Tag würde nie enden
zu einer zeitlosen Ewigkeit werden
zu wahrgewordener Freiheit
zu gelebter Freude und Furchtlosigkeit

mit Spontanitäet die Türen meines Käfigs entsperrt
von einem Moment in den nächsten gelebt
mich an neuen Plätzen wiedergefunden
Menschen getroffen, gesprochen
einen Moment in ihre Augen gesehen
die Zeit mit ihnen geteilt
und wieder im Fluss getrieben

treiben, ja treiben
ohne Furcht
ohne Last
ohne Wenn und ohne Morgen
Sein und
Tun, was ich tun kann
für andere eine gegenwärtige Freude werden
mein Licht erscheinen lassen,
dass auch sie für einen Moment die Zeit vergessen

keine Fragen
kein Festhalten
kein Zurück und kein Später
nur Jetzt
was geschieht
was ich sehe
als wäre es der letzte Tag
der letzte Moment
bevor ich endgültig gehe

Jeden Tag sterbe ich
jeder Augenblick ein kleiner Abschied vom Jetzt
der Tod ist wunderschön
und die Welt ist keine Scheibe
es gibt kein Anfang und kein Ende
sieh wie es sich dreht und fließt
im Kreis, im Kreis
so auch der Tod
und bringt Veränderung
Beständig ist, was nicht vergeht
doch die Zeit
der Tag,
sie vergehen
ich sage ja,
das Sterben
ist so schön
der Neubeginn einer Ewigkeit
frei von Raum
frei von Zeit

bevor ich gehe in die Ewigkeit
möchte ich noch einen Moment sein
noch einen Moment sein, was ich sein kann
Das Rot und Blau
der Morgen und der Abend
die Nacht und der Tag,
eine endlose Sommernacht erleben -
in meiner Seele
in meiner Seele
in meiner Seele
so viel Raum
ich liebe dich
wir können alles empfangen
und alles sein
ohne zu fragen
ohne zu fragen
das Licht sein
in jedem Moment

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